Alles fließt, sagt Heraklit Besonders Kompositionen im Bereich Kirchenmusik sollen fließen und auch veröffentlicht werden

MÄZENATENTUM bei OBONYA

2013 Auftrag für ein zeitgenössisches Werk 

 

Requiem "Mysterium Mortis"

EIN Werk – DREI Komponisten – DREI Gedanken

François-Pierre Descamps: „Der Versuch, neue Klänge zu schaffen, um das Geheimnis des ewigen Lichtes und der Spiritualität des Menschen zu feiern.“

Jury Everhartz: „Was dem Leben Sinn gibt, gibt ihn auch dem Tod. In der Toskana sagt man: Wer immer hofft, stirbt singend.“

Christa Stracke:Hab Dein Brot gegessen und auch Dein Salz, Deine Wasser getrunken und auch Deine Weine, Deinen Tod oft gesehen im Vorübergehen und Dein Leben gelebt als wär’s das meine.“ (Unbekannte Quelle)

 

Das erste Konzert fand im November 2013 in der Mariahilferkirche statt. Leitung: François-Pierre Descamps

Die zweite Aufführung war im November 2015 in der Peterskirche. Leitung:

Peter Peinstingl

     
DER NEUE MERKER 12/2013/29 Rezension von Dr. Hans Peter Nowak, Aktuelles aus Österreich

23.11., Mariahilferkirche: Erstaufführung "Mysterium Mortis" - ein Requiem von 3 Komponisten. Diese haben den Text in etwa 2 gleiche Teile geteilt. François-Pierre Descamps, der auch den Chor einstudierte und die Aufführung dirigiert hat, komponierte Introitus und Kyrie sowie den Schluss mit Agnus Dei, Libera und In Paradisum. Jury Everhartz, den wir auch vom sirene operntheater her kennen, komponierte den größten Teil der Sequenz. Von Christa Stracke stammen Lacrimosa, Offertorium und Sanctus mit Benedictus. Vor der Aufführung, die etwa 60 Minuten dauerte, hielt Christine Obonya-Raunigg eine Einführung mit Musikbeispielen live, also etwa "von Takt 26 bis 35", die sehr hilfreich war. Sie bezeichnete die Aufführung als "work in progress". Das heißt also, dass Verbesserungen möglich sind und dass z. B. mein einziger wesentlicher Einwand, das Sanctus möge fortissimo und mit Trompete beginnen, noch berücksichtigt werden könnte. Ich hatte Gelegenheit, die Chorpartitur zu studieren. Bei Everhartz ist Doppelchor, Sopran und Mezzosopran als Soli vorgeschrieben, er nimmt ungewöhnliche Takteinteilungen (z.B. 11/4) vor, das hört sich alles aber sehr gut an. Christa Stracke schreibt manchmal generelle Vorzeichen. Ihre Schreibweise ist am wenigstens avantgardistisch. Trotzdem gibt es keine Bruchlinien. Neben den Solistinnen spielten 9 Instrumente und Martin Nowak (nicht mit mir verwandt) auf der Orgel. Der Piaristenchor war gefordert und meisterte alle tonalen und taktlichen Schwierigkeiten. Die Aufführung geriet sehr schön und erhielt viel Beifall. In Zukunft könnte man also nicht nur vom Mozart- und vom Verdi-Requiem, sondern auch vom "Mysterium mortis" spechen.